BlasenspiegelungBlasenspiegelung / Einlage oder Entfernung einer Harnleiterschiene:Frage:Ich soll eine Blasenspiegelung bekommen (männlich) und bin Markumarpatient. Wenn Markumar abgesetzt werden muß, muss üblicherweise Heparin gespritzt werden. Verträgt sich das denn miteinander? Dr. Pachmann:Die Umstellung von Marcumar auf Heparin und umgekehrt ist üblicherweise gut verträglich, fordert aber etwas Erfahrung in der Dosierung und der Bestimmung der Gerinnungswerte. Da eine Blasenspiegelung aber mit dem theoretischen Risiko der Blutung verbunden ist, ist oft eine besser steuerbare Gerinnungshemmung, eben mit Heparin erforderlich. Frage:Hatte im Juni 2003 eine Nierenkolik mit einem Steinabgang .Seitdem leide ich bereits zum fünften mal an einer Harnwegsinfektion. Hatte im Oktober 2003 eine Blasenspiegelung, wo alles in Ordnung war. Die Blasenspiegelung war für mich äußerst schmerzhaft. Jetzt will der Urologe wieder eine Blasenspiegelung machen, wobei für sie eigentlich alles in Ordnung sei. Meine Frage wie oft soll man sich einer Blasenspiegelung unterziehen und was kann ich vorbeugend gegen einen Harnwegsinfekt tun? Ich habe Wandernieren. Dr. Pachmann:Besprechen Sie bitte mit Ihrem Urologen genau, warum er die Untersuchung vornehmen will und welchen positiven Effekt er für Sie erwartet. Immerhin handelt es sich um einen Eingriff, und auf eine genaue Aufklärung sollten Sie nicht verzichten. Die Frage bezüglich der Häufigkeit von Blasenspiegelungen ist nur für jeden einzelnen Patienten nach Kenntnis aller Befunde zu klären und daher über das Internet nicht möglich. Zur Vorbeugung weiterer Nierensteine und Harnwegsinfekte ist es sicher sinnvoll, auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten, wenn keine Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt. Besprechen Sie dieses Problem bitte auch noch einmal mit Ihrem behandelnden Arzt. Wandernieren können dadurch, dass es immer wieder zur Abknickung der Harnleiter (Weg von den Nieren zur Blase) kommen kann, die Entwicklung von Harnwegsinfekten begünstigen. Dies kann man z.B. durch Ultraschalluntersuchungen in verschiedenen Körperpositionen herausfinden. Wenn sich das Problem nicht beherrschen lässt, ist in allerdings seltenen Fällen auch eine Operation erforderlich. Aber auch hier muss ich Sie wieder an ihren behandelnden Arzt verweisen. Frage:Bei einer Routineuntersuchung wurde eine Hämaturie festgetellt. Da eine urologische Grunduntersuchung (Blutuntersuchung, Röntgen mit und ohne Kontrastmittel)keine weiteren Auffälligkeiten ergab möchte der Urologe eine Blasenspiegelung vornehmen. Er spricht von 1-3 Erys?! Die Untersuchung soll bei Männern schmerzhaft sein. Ich bin ein sehr schmerzempfindlicher Mensch und habe deshalb erst einmal abgelehnt. Der Arzt hat hierauf ziemlich barsch reagiert, was meine Angst vor der Untersuchung dort noch verstärkt. Dr. Pachmann:Zur Beurteilung, ob eine Blasenspiegelung erforderlich ist, kann man die Form der in Ihrem Urin gefundenen Blutkörperchen heranziehen. An ihnen kann man oft ablesen, ob sie eher aus dem Nierengewebe stammen (dann wäre eine Blasenspiegelung weniger sinnvoll) oder ob sie den ableitenden Harnwegen entstammen (dann kann so eine Spiegelung Sinn machen). Wenn sie dies nicht sicher in Erfahrung bringen können, würde ich es für sehr sinnvoll halten, wenn Sie sich zunächst bei einem Nephrologen (Zusatzausbildung zum Internisten mit Fachgebiet Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen) vorstellen würden. Dieser kann mittels Blut- und mikroskopischer Urinuntersuchung hier möglicherweise mehr Klarheit schaffen. Denn immerhin ist eine Blasenspiegelung ein körperlicher Eingriff, der auch ein gewisses Risiko birgt und wegen der möglichen Schmerzen in vielen urologischen Zentren unter Kurznarkose durchgeführt wird. Frage:Kann bei einer Blasenspiegelung vorher eine kurzweilige Narkose angefordert werden? Dr. Pachmann:Diese Frage müssen Sie mit dem Urologen klären, der die Untersuchung durchführt. Generell ist eine Blasenspiegelung ein Eingriff, der durchaus schmerzhaft sein kann. Allerdings ist jede (auch kurz-)Narkose auch mit einem gewissen gesundheitlichen Risiko verbunden, so dass hier eine entsprechende Abwägung getroffen werden muss. Frage:Mir wird heute ambulant eine Harnleiterschiene entfernt. Ich bin sehr besorgt. Wie geht das vor sich? Dr. Pachmann:Normalerweise wird eine Kurznarkose oder eine
Schmerzlinderndes Medikament vorweg gegeben, aber gelegentlich kann auch
die Entfernung eine halbe Stunde in Anspruch nehmen und unangenehm sein.
Meist ist jedoch die Einlage der aufwendigere Eingriff.
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| Zweiter Teil: Die körperliche Untersuchung |