Fragen zu: Allgemeine Ratschläge für das tägliche Leben mit einer Nierenerkrankung

Frage:

Meine Freundin ist jetzt in der 9. Woche Schwanger. Sie leidet allerdings seid Jahren an einer chron. Niereninsuffiziens. Ihr Kreatininwert ist seid kurzer Zeit allerdings von über 200 auf 164 gesunken. Nun meine Frage darf sie das Kind behalten oder muss sie es Abtreiben? Welche Gefahren bestehen, wenn sie sich für das Kind entscheidet?

Dr. Pachmann:

Eine chronische Niereninsuffizienz ist kein Grund, eine Schwangerschaft nicht auszutragen. Allerdings ist das Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt deutlich erhöht, auch sind Kinder von Patientinnen mit Niereninsuffizienz im Durchschnitt etwas leichter. Die Schwangerschaft lann je nach Nierenerkrankung auch zu einer Verschlechterung der Nierenkrankheit führen.

Das wichtigste ist, dass die Schwangerschaft von Beginn an engmaschig sowohl durch einen Frauenarzt als auch durch einen Nephrologen (Zusatzausbildung zum Internisten mit Fachgebiet Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen) betreut wird, um die Risiken so gering wie möglich zu halten und drohende Gefahren früh genug zu erkennen.

Wichtig ist dabei auch, dass eventuell wegen der Niereninsuffizienz eingenommene Medikamente kritisch darauf betrachtet werden, ob sie beim ungeborenen Kind Schaden anrichten können. Diese Frage wird vor allem durch den Nephrologen geklärt werden.

 

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